Drei Zeitraffer-Video Methoden vorgestellt

November 22, 2015  •  Kommentar schreiben

Drei Zeitraffer Methoden vorgestellt

 

Ein freundliches Hallo Euch Blog Leser und Leserinnen!

Zum Neudesign der Seite gehört doch auch einen neuen Blog Beitrag dazu! Deshalb hab ich mich mal wieder an den Schreibtisch gesetzt und eine kleine Serie aus drei Teilen zusammengestellt!

Heute gibt es etwas für die Foto und Videografen unter Euch! Denn es geht um Timelapse-Video oder auch Zeitraffer-Fotografie genannt. Seit der digitalen Fotografie sind Zeitraffer-Videos sehr beliebt und erfreuen viele Menschen da draussen so wie auch mich. Timelapse Videos sind eigentlich Stop Motion Aufnahmen die man aus Trickfilmen kennt. Macht ein Foto, verschiebt den Arm, macht ein Foto, verschiebt den Arm weiter usw. Ihr wisst was ich meine! Häufig sind es Kurzfilme oder kurze Sequenzen von diversen Szenerien im Alltag. Sie werden meistens als einzelne Fotografien aufgenommen und zu einer Videosequenz im Videoschnittprogramm zusammengeführt. Man kann auch einfach die Videokamera aufstellen und dann das Ergebnis im Schnittprogramm schneller laufen lassen. Für kurze Sequenzen ist das eventuell ok! Aber bei ganz tägigen Zeitraffer, zum Beispiel Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, gibt`s schlicht ein Speicherplatz Problem. Ich selber bevorzuge das Fotografieren der Szenen!

Immer wieder kommen neue spektakuläre Videos, dieses Genre, auf den Videoplattformen der Welt zum Vorschein die mich faszinieren. Dadurch hat sich mittlerweile auch bei mir das Zeitrafferzubehör angehäuft mit verschiedenen Stativen und motorisierten Kamerafahrten-Schienen und es wäre alles parat...halt die Zeit! Der Aufwand ist nämlich nicht zu unterschätzen und man muss viel Geduld mit sich bringen. Vorkenntnisse in der Fotografie und Videobearbeitung sollten fürs Timelapsen auch vorhanden sein.

Wie Ihr eventuell wisst, braucht man für eine Sekunde Video mindestens 24 Bilder damit das Auge es als fliesende Bewegung wahrnimmt. Das heisst wenn Ihr ein 10 Sekunden langes Zeitraffer-Video braucht, müsst Ihr mindestens 240 Bilder schiessen! Ich selber mache um die 300 Bilder für die 10 Sekunden Sequenzen damit ich noch etwas Schnittmaterialreserve habe.

Im Intervall Modus des Kabelauslösers oder der Kamera internen Zeitraffer-Funktion wird ein zeitlicher Abstand der Bildaufnahmen eingestellt und variiert sehr je nach Aufnahmezweck. Sind zum Beispiel langsame Wolkenbewegungen am Himmel zu sehen, muss man längere abständen zwischen den Aufnahmen einhalten um nachher im Video Bewegungen zu sehen. Wenn man Langzeitbelichtungen von einem Wasserfall als Zeitraffer aufnehmen will kann man dann eher wieder schnell also mit kurzem Intervall abfotografieren. Diverse Situationen ausprobieren und davon lernen ist wohl die beste Methode um in die schöne Zeitraffer Welt einzusteigen! Es ist halt sehr Situationsabhängig und der eigene Geschmack spielt natürlich auch eine Rolle.

Es ist noch zu erwähnen dass es ziemlich Ressourcen-Intensiv sein kann solche Zeitraffer-Videos zu erstellen. Je nach Auflösung der Videos (Full-HD, 4K, 8K) die Ihr erstellen wollt, braucht es einen ziemlich leistungsstarken Computer oder viel Geduld! Dazu wird auch Eure Kamera sehr belastet! Ich benutze für Zeitraffer-Aufnahmen meistens meine ausgediente Kamera um die neue zu schonen.

Es gibt mehrere Techniken oder Methoden in der Zeitraffer-Fotografie. Ich stelle drei davon hier vor und will Euch der „stationäre“, der „motion“ und den „Hyper-Timelapse“ näher bringen!

 

Im ersten Teil fangen wir mit der klassischen stationären Methode an:

 

stationäre Zeitraffer Methode

 

Was man dazu braucht:

  • Bevorzugt eine digitale Spiegelreflex Kamera oder auch Spiegellose Sytemkameras sind besonders geeignet ist aber zum teil auch mit kompakten Kameras möglich wie die beliebten GoPro Modelle

  • Ein Kamera Kabelauslöser mit Timer/Intervall Funktion (gibts für die meisten Kameras)

  • Ein Stativ oder ähnliches (die Kamera darf während der Aufnahmezeit nicht berührt oder bewegt werden)

 

Die Kamera ist bei dieser Technik auf einem Stativ montiert und es wird immer wieder die gleiche Szene im Intervall abfotografiert. Der Ausschnitt des Fotos sollte natürlich möglichst „gut“ aussehen (Drittelregel, goldener Schnitt usw.) und auch bewegende Elemente enthalten wie zum Beispiel Wolken, fahrende Autos, Menschen die sich bewegen etc. Sonst habt Ihr 240 Standbilder aufgenommen ohne Action und dass ist nicht gerade der Sinn bei der Zeitraffer Fotografie!

Das Praktische bei der stationären Technik ist dass man wenig mit sich schleppen muss um coole aufnahmen zu machen. Stativ, Kabelauslöser und Kamera ist ja immer dabei...oder sollte zumindest!

Da es nicht viel zu tragen gibt und nicht sperrig ist, ist es ideal für Stadtszenen oder in engen Räumen zum Beispiel bei Privat Partys und und und...die Möglichkeiten sind quasi unendlich!

Das tolle man ist sehr flexibel und kann innert Minuten einen Standortswechsel machen oder spontan mal eins „Raffern“. Ohne grosse Planung! Was bei anderen Timelapse-Methoden nicht so möglich ist! Durch den eher geringen Aufwand bei dieser Methode ist sie auch sehr beliebt bei den Amateur-Videografen und für Anfänger ideal!

Wenn die Fotos alle auf der Speicherkarte sind, müssen die nur noch irgendwie in den Computer gelangen und mit einer Schnittsoftware (meistens kommt eine Software mit der Kamera mitgeliefert) bearbeitet werden. Ansonsten gibt es zahlreiche Freeware Versionen im Netz die Ihr laden könnt. Einfach im Internet mal nach Freeware Video-Schnittprogrammen suchen. Im Video- Schnittprogramm werden die Einzelnen 250-300 Fotos geladen. Häufig erkennt die Software schon automatisch dass es sich um nachfolgende Fotos handelt und Ihr werdet gefragt, ob Ihr die Fotodateien zu einem Video zusammenfügen wollt. Ansonsten muss man die Fotos manuell in das Schnittfenster ziehen. Bei Adobe Premiere, zum Beispiel, gibt es eine Einzelbild Ladefunktion wo Ihr die Fotos ins Schnittfenster bringen könnt.

Wenn Ihr Roh-Dateien habt, müsst Ihr die natürlich zuerst bearbeiten und am besten als jpg oder in Euerem bevorzugtem Dateityp speichern. Dann im Videoprogramm laden und als Videodatei ausgeben.

Für Enthusiasten kann ich die Software LRTimelapse von Gunther Wegner empfehlen! Herr Wegner beschäftigt sich schon seit längerem mit der Zeitraffer-Fotografie und hat dazu eine geniale Software entwickelt die eine professionelle Bearbeitung von Zeitraffer-Videos mit sich bringt. Seine Videos sind im übrigen auch sehr sehenswert!

Wenn jetzt jemand auf den Geschmack gekommen ist und es selber ausprobieren will, habe ich mein Ziel erreicht! Der Start in das Timelapsen ist zwar meist harzig! Wenn aber die ersten Fehler ausgemerzt sind wird man mit tollen Sequenzen, die man zu einem schönen Video zusammenfügen kann, belohnt!

Die Frage ist was sind jetzt „Timelapser“? Fotografen, Videografen, Vi(deo-Fo)tografen, Stopp-Motion Künstler oder schlicht einfach „Timelapser“?! Man wird es nie erfahren! Mir gefehlt Vitograf :-)

Viel Spass dabei und bis zum zweiten Teil dieser Serie der demnächst erscheint!

 

creativetolerance

Maxx

 


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